Das Bundeskabinett hat am 17. März 2021 beschlossen, das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ zu verlängern und zu verbessern. Damit soll die betriebliche Ausbildung in der Coronakrise gesichert werden.

Bereits seit Juni beziehungsweise November 2020 können kleinere und mittlere Unternehmen über das Programm Zuschüsse erhalten. Nun soll diese Förderung noch verbessert werden.

Die Pläne im Einzelnen:

  • Die Ausbildungsprämien für von der Coronakrise betroffene Betriebe, die durch Neueinstellungen ihr Ausbildungsniveau halten oder erhöhen, sollen rückwirkend zum 16. Februar 2021 – zunächst in bisheriger Höhe – verlängert werden.
  • Für das neue Ausbildungsjahr sollen die Prämien zum 1. Juni 2021 von 2.000 und 3.000 Euro auf 4.000 und 6.000 Euro verdoppelt werden. 
  • Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit während einer Ausbildung: Künftig sollen auch Zuschüsse zur Vergütung des Ausbilders gezahlt werden. Wie bisher soll zudem die Ausbildungsvergütung weiter bezuschusst werden.
  • Nun auch für größere Unternehmen: Erfasst von diesen Leistungen sollen nun auch Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden sein. Bisher liegt die Grenze bei 249 Mitarbeitenden.
  • Neuer Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen: Kleinstunternehmen, die im zweiten Lockdown ihre normale Geschäftstätigkeit weitgehend einstellen mussten, sollen einen Sonderzuschuss erhalten: Betriebe mit bis zu vier Mitarbeitern können pauschal 1.000 Euro bekommen, wenn sie ihre Ausbildungstätigkeit für mindestens 30 Tage fortgesetzt haben.
  • Die Übernahmeprämie soll bis Ende 2021 verlängert und auf 6.000 Euro verdoppelt werden. Mit ihr wird künftig neben der Übernahme eines Auszubildenden aus einem Insolvenzfall auch bei pandemiebedingter Kündigung oder bei Abschluss eines Auflösungsvertrages unterstützt.
  • Die Förderung einer Auftrags- oder Verbundausbildung wird attraktiver. Die Mindestlaufzeit soll auf vier Wochen verkürzt werden, die Höhe der Förderung sich nach der Laufzeit bemessen. Insgesamt können bis zu 8.100 Euro gezahlt werden. Künftig soll auch der Stammausbildungsbetrieb statt des Interimsausbildungsbetriebs die Förderung erhalten können. Für Interimsausbildungsbetriebe entfällt die Begrenzung auf bis zu 249 Mitarbeitende ersatzlos.
  • Künftig können für pandemiebetroffene Unternehmen die Kosten für externe Abschlussprüfungsvorbereitungskurse für Auszubildende hälftig bezuschusst werden, maximal mit 500 Euro.