Wie der Focus aktuell berichtet, überlegen einige Wiesn-Wirte nicht am Oktoberfest 2022 teilzunehmen, weil sie die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit anzweifeln.

Bereits im März hatte der Münchner Oberbürgermeister Reiter bereits über eine Absage der Wiesn wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine laut nachgedacht. Sollte eine Wiesn dennoch stattfinden, bleibt Reiter angesichts der Corona-Lockerungen bei der klaren Aussage: „Ein Oktoberfest OHNE Beschränkungen kann ich mir derzeit nicht vorstellen,“ so Reiter in der BILD-Zeitung vom 23.3.2022.

Laut Focus sind die Gründe für die Überlegungen der Wirte nicht an der Wiesn teilzunehmen, die gesteigerten Energiekosten was speziell die Wirte, die ihre Küchen und Grills mit Gas betreiben, treffen dürfte sowie zusätzlich Personalkosten für Corona-Kontrollen. „Bei steigenden Preisen muss jedoch gleichzeitig mit weniger Umsatz gerechnet werden. Wie die Stadt München prognostiziert, werden in diesem Jahr weniger Besucher als zuvor erwartet. Um die Kosten zu decken, müssten die Wirte dann 14,90 Euro für eine Maß veranschlagen – 25 Prozent mehr als noch 2019. Das bestätigen auch Wiesn-Experten aus dem Münchner Rathaus.“, so Focus weiter.

Auch andere Städte haben ihre Volksfeste bereits abgesagt, oder denken über eine Absage wegen der Ukrainekrise nach.

Der VEBWK positioniert sich ganz klar zur generellen Absagen von Volksfesten:

– Die Schaustellerbranche war quasi zwei Jahre mit einem Berufsverbot belegt (Absage aller Volksfeste)
– gleiches gilt für viele Kulturschaffenden
– Gerade für kleine Brauereien sind Volksfeste eine wichtige Einnahmequelle
– eine erneute Absage von Volksfesten würde das endgültige AUS für viele Traditionsveranstaltungen bedeuten und damit dem Verlust eines Stück Kulturguts
 
Gelebtes Kulturgut darf nicht aus falsch verstandener Solidarität, gerade nach den letzten zwei schwierigen Jahren, geopfert werden!!