Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder haben am 14. Oktober 2020 weitere gemeinsame Leitlinien zur Bekämpfung der Corona-Pandemie festgelegt.

Die Beschlüsse können Sie am Ende der Seite herunterladen.

 

Hier die wichtigsten Ergebnisse:

Grundsätzlich wird daran appelliert die AHA+AL Regel einzuhalten: Abstand, Hygienemaßnahmen, Alltagsmasken, App-Nutzung und Lüften.

Inzidenzwert 35
  • Verschärfte Maskenpflicht: Sie soll überall dort gelten, wo Menschen länger oder dichter zusammenkommen
  • Empfehlung einer Sperrstunde für die Gastronomie
  • Beschränkung privater Feierlichkeiten: nur 25 Teilnehmer dürfen sich im öffentlichen und 15 Teilnehmer im privaten Raum treffen.
  • Teilnehmerbeschränkung bei Veranstaltungen: Die Zahl soll begrenzt werden.
    Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes
Inzidenzwert 50
  • Erweiterung der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung
  • Sperrstunde ab 23 Uhr wird zur Pflicht einschließlich eines Außenabgabeverbots von Alkohol
  • Einführung von Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum auf maximal zehn Personen
  • Die Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen wird auf 100 Personen begrenzt, Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes.
  • Verbindliche Beschränkung der Teilnehmerzahlen für Feiern auf 10 Teilnehmer im öffentlichen Raum sowie auf 10 Teilnehmer aus höchstens zwei Hausständen im privaten Raum
Weiterer Anstieg der Infektionszahlen trotz der Maßnahmen zum Inzidenzwert bei 50
  • Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum auf maximal 5 Personen oder Angehörige aus zwei Haushalten
Übernahme der neuen Musterregelungen zur Einreise-Quarantäne durch die Länder zum 08. November 2020

Für Einreisen aus ausländischen Risikogebieten gilt eine Quarantänezeit von 10 Tagen mit der Möglichkeit, durch einen negativen Test ab dem 5. Tag die Quarantäne vorzeitig zu beenden.

Beherbergungsverbot

Keine Einigung konnte beim Beherbergungsverbot erzielt werden. Dieses bleibt vorerst Ländersache. Erst nach den Herbstferien am 8. November soll wieder darüber gesprochen werden. Vielmehr werden die Bürger „eindringlich“ aufgefordert, nicht erforderliche Reisen aus Risikogebieten heraus und in innerdeutsche Gebiete mit hohen Infektionszahlen hinein zu vermeiden. Zuletzt waren viele Stimmen immer lauter geworden, das ⇒ Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Hotspots abzuschaffen.

Für Bayern bedeutet das: Es bleibt erst einmal alles beim Alten.

Der VEBWK lehnt das Beherbergungsverbot entschieden ab und fordert eine sofortige Aufhebung!

Keine Studie zeigt, dass das Reisen innerhalb Deutschlands die Infektionszahlen nach oben treibt. Ein Beherbergungsverbot löst kein Problem, weil es im Hotel kein Problem gibt. Die Hotspots entstehen ganz woanders. Wenn von vornherein die Prämisse gilt, dass sich kein Infizierter in einem Hotel aufhalten darf, dann konterkariert das sämtliche Hygienekonzepte, die gerade dafür da sind, damit sich keiner ansteckt. Staatliche Schnellschüsse gefährden die Zukunft einer ganzen Branche. Wir brauchen dringend eine Debatte über die Verhältnismäßigkeit solcher Mittel! Durch das Chaos an nicht nachvollziehbaren Regelungen besteht die Gefahr, die Akzeptanz der Bevölkerung für die Maßnahmen zu verlieren, die wirklich etwas bringen!

WICHTIG:

Bitte beachten Sie, dass die Beschlüsse noch nicht sofort und in dieser Form gelten. Sie müssen in der Regel durch Verordnungen beziehungsweise Verfügungen der einzelnen Länder umgesetzt werden, die in einzelnen Punkten und Details abweichen können.

Sobald uns die Beschlüsse für Bayern vorliegen, werden wir Sie sofort informieren.

⇒ HIER finden Sie die Beschlüsse der MPK vom 14.10.2020