Die Koalition aus CSU und Freien Wählern hat sich auf eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen geeinigt. Bayern nutzt eine Öffnungsklausel im Infektionsschutzgesetz, die eine Übergangsfrist bis 15.12. vorsieht. Nach diesem Datum können keine Schließungen mehr angeordnet werden. Aus diesem Grund hat Ministerpräsident Söder heute angekündigt, dass bis zu diesem Termin alle Maßnahmen, die noch möglich sind, ausgeschöpft werden. Der Landtag soll am Dienstag über die neuen Maßnahmen abstimmen.

Ab Mittwoch sollen dann folgende Regelungen gelten:

Lockdown light

Nächste Woche werden alle Diskotheken, Bars und Schankwirtschaften wieder geschlossen. Alle Weihnachtsmärkte und Jahresmärkte werden abgesagt.
Für die Schausteller soll es finanzielle Entschädigungen geben.

Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

Es gibt Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen sich künftig treffen, Kinder unter 12 nicht eingerechnet.

Verschärfung von 2G

2G gilt weiter, wo es bislang galt. Hinzu kommen körpernahe Dienstleistungen wie Friseure. Das bedeutet, dass Ungeimpfte nicht mehr zum Friseur und zur Kosmetik gehen können. Auch für Hochschulen, Volkshochschulen, Fahrschulen und Fahrschulen gelten damit die strengeren Maßstäbe. 

Der Handel bleibt von 2G ausgenommen. Allerdings gilt: Pro Kunde müssen zehn Quadratmeter vorhanden sein. 

Um 22 Uhr gibt es in der Gastronomie eine Sperrstunde.

Verschärfung von 2G plus

Bei Kulturveranstaltungen, Sportveranstaltungen, Freizeitanlagen und Messen gilt künftig 2G plus bei max. 25 % Auslastung (also mit Maske und negativem Schnelltest)

Lockdown in Hochinzidenzgebieten (Inzidenz über 1000)

Derzeit gelten in Bayern acht Landkreise als Hochinzidenzgebiet. Hier soll fast alles geschlossen werden. Hotels, Sport, Kultur, Friseure – alles wird für eine Dauer von drei Wochen geschlossen. Lediglich der Einzelhandel und die Schulen bleiben offen. An den Schulen soll dafür verstärkt getestet werden. Im Handel wird in diesen Landkreisen ein Kunde je 20 Quadratmeter zugelassen.

Aktuelle Informationen zu den Maßnahmen finden Sie auf der Website der Bayerischen Staatsregierung.