Ein Bericht von Sebastian Cibura, Prokurist und Verkaufsleiter der Sektkellerei J.Oppmann AG aus Würzburg
 
„Wir, die Sektkellerei J. Oppmann aus Würzburg, stehen seit unserer Gründung im Jahr 1865 und als älteste Sektkellerei Bayerns vor allem für Tradition und Regionalität. Unser Team besteht derzeit aus 15 Mitarbeiter-/innen und wir beliefern hauptsächlich Gastronomie- und Hotellerie Kunden in ganz Deutschland. In diesem Bereich generieren wir ca. 2/3 unseres jährlichen Absatzvolumens, welches natürlich nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 nahezu komplett eingebrochen ist.
 
Sekt ist bekanntermaßen ein Getränk, das man überwiegend zu Feierlichkeiten oder besonderen Anlässen trinkt. Diese Eigenschaften machen es in Zeiten von Gastro-Schließungen und Kontaktbeschränkungen nahezu unmöglich, Menschen von einem Glas Sekt ohne dazugehörige Gesellschaft und Geselligkeit zu begeistern.
 
Von der sog. „November – und Dezemberhilfe“ unserer Regierung konnten wir aufgrund eines Absatzrückgangs von knapp unter 80% leider nicht profitieren und sind somit aus dem Raster gefallen. Unsere Mitarbeiter-/innen stehen trotz ungewisser Zukunft und nur „lascher“ Perspektivaussichten absolut hinter ihrem Unternehmen, auch wenn einem das hin und her zwischen Kurzarbeit und Präsenz in der Kellerei nach einem Jahr immer schwerer fällt.
 
Eine dauerhafte Perspektive für feierliche Anlässe, Übernachtungsmöglichkeiten, etc. ist nach dieser langen Zeit und diversen „Start-Schwierigkeiten“ zum Thema Pandemie-Bekämpfung unumgänglich!
Es muss jetzt gehandelt werden, damit nicht noch mehr Zeit verloren geht und unsere Branche endlich wieder Menschen zusammenbringt und glücklich macht! Die Basis hierfür haben Gastronomen, Hoteliers und andere Betreiber bereits im vergangenen Jahr mit kostspieligen Hygienemaßnehmen geschaffen, jetzt liegt es an der Politik zu handeln und uns wieder ein Stück Perspektive zur „Normalität“ zurückzugeben.
Konzepte, beispielsweise für Öffnung der Außengastronomie oder auch Durchführung von kleinen Veranstaltungen, sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und stellen keinerlei Gefahr zur weiteren Ausbreitung des Corona-Virus dar.
 
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