Ab heute gelten in Bayern neue Corona-Regeln. 

7-TageInzidenz hat ausgedient
Künftig gibt es alleinige Inzidenz den Wert von 35. Wird dieser Wert in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt erreicht, dann greift die sogenannte 3 G Regel im Innenbereich. D.h. alleiniger Maßstab für 3 G ist die Schwelle von 35. Alle bisher inzidenzabhängigen Regelungen entfallen. 

Krankenhaus-Ampel

Stufe Gelb ist erreicht, sobald bayernweit innerhalb der jeweils letzten 7 Tage mehr als 1.200 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Das entspricht einer bayernweiten Hospitalisierungs-Inzidenz von 9,13 je 100.000 Einwohner. Sobald Stufe Gelb erreicht ist, beschließt die Staatsregierung weitergehende Maßnahmen, beispielsweise: 

  • Anhebung des Maskenstandards auf FFP2. 
  • Kontaktbeschränkungen. 
  • Erfordernis, als Testnachweis einen PCR-Test vorzulegen (außer in der Schule). 
  • Personenobergrenzen für öffentliche und private Veranstaltungen.

Stufe Rot ist erreicht, sobald mehr als 600 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung auf den bayerischen Intensivstationen liegen. Sobald Stufe Rot erreicht ist, wird die Staatsregierung neben den bereits für Stufe Gelb geltenden Regelungen umgehend weitere Maßnahmen verfügen, um die dann akut drohende Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. 

Regeln für Innenräume
Ab einer Inzidenz von 35 haben Zutritt zu Innenräumen nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete. Ausgenommen sind Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und Kinder unter 6 Jahren. Bei Schülern gilt auch der Schülerausweis als Nachweis. Das Erfordernis der 3 G gilt insbesondere auch für die Gastronomie und Beherbergungsbetriebe. Der Gastwirt ist zur Überprüfung der 3G-Regelung verpflichtet.

Ausgenommen von der 3 G Pflicht ist der Arbeitsplatz, d.h. weder der Wirt, noch das Personal unterliegen der 3 G-Regel und auch auf Betriebskantinen findet die 3 G Regel keine Anwendung. Auch auf betriebsinterne Veranstaltungen findet die 3 G-Regel keine Anwendung.

Ebenfalls ausgenommen von der 3G-Regel sind Personen, die Essen to go abholen.

Maskenpflicht nur noch im Innenbereich
Im Freien entfällt künftig die Maskenpflicht. Dies gilt für Gäste, wie auch das Personal. Eine Ausnahme gilt für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen.
Für den Innenbereich gilt die Maskenpflicht weiter, allerdings entfällt die FFP2 Maskenpflicht. Künftig reicht eine OP-Masken (medizinische Maske) aus. Nicht zulässig sind selbst genähte Masken.

Eine Ausnahme von der Maskenpflicht auch am festen Sitz-, Steh- oder Arbeitsplatz, soweit zuverlässig ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird, die nicht dem eigenen Hausstand angehören.  Ein fester Steh- oder Arbeitsplatz im Sinne der Vorschrift ist ein solcher, der zugewiesen worden ist. So kann beispielsweise auch ein Restaurantmitarbeiter, der nur in der Küche eingesetzt worden ist, einen festen Steh- oder Arbeitsplatz in diesem Sinne haben, nicht jedoch das Servicepersonal, soweit es in Kontakt mit Gästen kommt.

Gäste im Innenbereich eines Restaurants dürfen die Maske am Tisch ablegen.

Öffentliche und private Veranstaltungen
Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel mit weniger als 1.000 Gästen gilt die 3G-Regel nicht. Im Innenbereich greift die 3 G Regel ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35.

Die bisherigen Personenobergrenzen für private und öffentliche Veranstaltungen entfallen. Zu beachten ist bei Großveranstaltungen mit über 1.000 Besuchern und bei Messen: Hier gilt die 3G-Regel inzidenzunabhängig, drinnen und draußen.

Keine Kontaktbeschränkungen mehr im Privatbereich
Ab sofort gibt es keine Kontaktbeschränkungen mehr. Bei privaten Treffen zu Hause, darf man sich nun künftig treffen, ohne Hausstände zählen zu müssen. Wer größere Feste wie Hochzeiten, Geburtstage oder ähnliches im Restaurant feiert, muss sich allerdings an die dort geltenden Regeln halten.

Kontaktdatenerfassung in der Gastronomie bleibt bestehen
Auch künftig muss der Gastwirt die Kontaktdaten der Gäste erfassen und zwar den Namen, Vornamen, die Anschrift und eine Telefonnummer oder Emailadresse sowie den Zeitraum.

Eine Ausnahme gilt für Betriebskantinen. Diese müssen keine Kontaktdaten erfassen.

Volle Bestuhlung wieder möglich
Sowohl im Außen-, als auch im Innenbereich darf wieder in voller Kapazität bestuhlt werden.

Wer darf zusammen an einem Tisch sitzen?
Da die allgemeinen Kontaktbeschränkungen entfallen sind, dürfen beliebig viele Personen an einem Tisch sitzen. Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 35 ist allerdings die 3 G Regel zu beachten.

Sperrstunde entfällt
Die coronabedingte Sperrstunde entfällt.

Tanz und Musik in der Gastronomie
In geschlossenen Räumen ist Tanzen nicht zulässig, soweit es sich nicht um nach dieser Verordnung zulässige Veranstaltungen handelt.

In geschlossenen Räumen ist Musikbeschallung und -begleitung nur als Hintergrundmusik zulässig, soweit es sich nicht um nach dieser Verordnung zulässige Veranstaltungen handelt.

Schankwirtschaften: Nur Bedienung am Tisch
Im Bereich der Schankwirtschaften gilt auch weiterhin: Eine Bedienung darf nur am Tisch erfolgen, Thekenbetrieb ist nicht zulässig.

Öffnung von Clubs und Diskotheken ab Oktober
Clubs und Diskotheken dürfen nach wie vor nicht öffnen. Allerdings ist laut Ministerpräsident Markus Söder geplant, Discos und Clubs Anfang Oktober wieder zu öffnen. Rein darf dann nur, wer genesen oder geimpft ist oder einen negativen PCR-Test vorlegen kann. Ein Schnelltest reicht dann für den Discobesuch nicht aus.

Beherbergung
Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 3 müssen Gäste bei Anreise und anschließend alle 72 Stunden einen Negativtest vorweisen, sofern sie nicht geimpft bzw. genesen sind.

Ordnungswidrigkeit
Ordnungswidrig im Sinne des § 73 Abs. 1a Nr. 24 IfSG handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

  • entgegen § 2 der Maskenpflicht nicht nachkommt oder entgegen § 4 Abs. 1 Satz 2 als Veranstalter nicht sicherstellt, dass der Maskenpflicht nachgekommen wird
  • entgegen §§ 3, 9, 11 oder § 15 Abs. 3 eine dort genannte Einrichtung ohne erforderlichen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis betritt oder eine dort genannte Dienstleistung in Anspruch nimmt oder als Veranstalter oder Inhaber eines Betriebs oder einer Einrichtung nicht nach § 3 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 Satz 2 sicherstellt, dass der Gast, Besucher oder Nutzer einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorlegt
  • entgegen § 4 größere Veranstaltungen durchführt
  • entgegen § 5 als zur Erhebung Verpflichteter keine Kontaktdaten erfasst oder als zur Angabe Verpflichteter falsche Kontaktdaten angibt
  • entgegen § 6 kein Infektionsschutzkonzept erstellt
  • entgegen § 9 als Betreiber einer der dort genannten Einrichtungen kein Infektionsschutzkonzept erstellt
  • entgegen § 10 einen Gastronomiebetrieb betreibt

14. Bayerische InfektionsschutzmaßnahmenVO

Begründung zur 14. Bayerischen InfektionsschutzmaßnahmenVO

Liebes Mitglied,
wir werden heute im Laufe des Tages versuchen alle unsere FAQ zu aktualisieren, ebenso auch die Übersichten und Aushänge. Da die Verordnung erst in der vergangenen Nacht um 22.30 Uhr veröffentlicht wurde, bitten wir um Verständnis, dass auch wir alles nur Step by Step machen können. Wir geben unser Bestes!

Euer VEBWK Team