24 Jan. 2026

DEHOGA fordert Tempo bei Reformen und Bürokratieabbau

Beim Austausch zum Jahreswirtschaftsbericht 2026 im Bundeswirtschaftsministerium machte DEHOGA-Vizepräsident Otto Lindner die angespannte Lage vieler Branchen deutlich: Sechs Jahre ohne Wachstum, schwaches Konsumklima und ausbleibende Reformen setzten die Wirtschaft massiv unter Druck. Die Verbände warnten einhellig vor neuen Belastungen wie einem bundesweiten Tariftreue- oder verschärften Entgeltgleichheitsgesetz und forderten stattdessen mehr Tempo beim Bürokratieabbau. Zentrale Anliegen des DEHOGA waren zudem Arbeitszeitflexibilisierung und strukturelle Reformen. Der Jahreswirtschaftsbericht wird am 28. Januar 2026 veröffentlicht.

Quelle: DEHOGA

DEHOGA lehnt SPD-Pläne zur Erbschaftsteuer entschieden ab

Der DEHOGA Bundesverband kritisiert die bekannt gewordenen Reformpläne der SPD zur Erbschafts- und Schenkungssteuer scharf. Die vorgesehenen Freibeträge – insbesondere fünf Millionen Euro für Betriebsvermögen – seien für familiengeführte Mittelstandsunternehmen deutlich zu niedrig und gefährdeten Investitionen, Unternehmensnachfolgen und Arbeitsplätze. Gerade im Gastgewerbe sei Vermögen meist im Betrieb gebunden und nicht liquide, sodass hohe Steuerlasten Zwangsverkäufe oder Betriebsaufgaben nach sich ziehen könnten. Der DEHOGA fordert verlässliche Rahmenbedingungen und mahnt, mögliche Reformen erst nach den anstehenden Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zu den Verschonungsregelungen zu diskutieren.

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Anhörung zum Mindestlohn: Politik fordert 15 Euro, Arbeitgeber warnen vor Eingriffen

In einer öffentlichen Anhörung im Bundestag diskutierten Abgeordnete Anträge von Grünen und Linken für einen Mindestlohn von 15 Euro, basierend auf 60 Prozent des Bruttomedianlohns sowie häufigeren Anpassungen und neuen Verfahren in der Mindestlohnkommission. Die Arbeitgeberseite wies diese Pläne zurück und betonte, dass Lohnfindung Aufgabe der Sozialpartner sei. Der Mindestlohn dürfe nicht politisiert werden, sondern müsse sich an Produktivität und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit orientieren. Die bestehende Arbeit der Mindestlohnkommission, ein zweijähriger Anpassungszyklus und der Verzicht auf Prognosen oder Schlichtungsverfahren seien aus Sicht der Arbeitgeber sachgerecht und bewährt.

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NIM-Umfrage: Jeder Vierte will künftig häufiger essen gehen

Laut einer Umfrage des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen kann sich fast jeder Vierte vorstellen, künftig häufiger auswärts zu essen – auch ohne sinkende Preise infolge der Mehrwertsteuersenkung. Besonders groß ist das Potenzial bei Jüngeren unter 39 Jahren und bei Personen, die bereits regelmäßig gastronomische Angebote nutzen. Mit tatsächlichen Preissenkungen rechnen nur wenige; die Mehrheit erwartet vor allem stabile Preise. Insgesamt gehen rund 60 Prozent der Menschen in Deutschland regelmäßig essen, vor allem Jüngere, Einkommensstarke und Mehrpersonenhaushalte.

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