Die neuen Zahlen bestätigen, was unsere Wirte seit Jahren erleben: Die Gastronomie gehört zu den am stärksten krisengebeutelten Branchen in Deutschland. Insolvenzen auf einem Zehn-Jahres-Hoch, eine der schlechtesten Bonitätsbewertungen aller Wirtschaftszweige und eine massiv eingeschränkte Kreditwürdigkeit zeigen, wie dramatisch die Lage ist.
Was in den Statistiken sichtbar wird, spüren die Betriebe jeden Tag: stark gestiegene Kosten, wirtschaftspolitische Unsicherheit, eine ausufernde Bürokratie und die Rückkehr zur 19-prozentigen Mehrwertsteuer auf Speisen haben dafür gesorgt, dass viele Betriebe ums Überleben kämpfen. Viele haben diesen Kampf bereits verloren.
Für den VEBWK ist klar: Die Mehrwertsteuersenkung ist kein Geschenk. Sie ist eine längst überfällige Gleichstellung, ohne die zahlreiche Wirtshäuser, Restaurants und Betriebe nicht mehr bestehen können. Während To-Go-Anbieter und viele EU-Nachbarn weiterhin von reduzierten Sätzen profitieren, wird die klassische Gastronomie strukturell benachteiligt.
Wenn wir unsere bayerische Wirtshauskultur erhalten wollen, braucht die Branche jetzt spürbare Entlastungen:
- Dauerhafte Rückkehr zu 7 % auf Speisen
- konsequenter Bürokratieabbau
- verlässliche wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen
Ohne diese Schritte droht die Insolvenzlage weiter zu eskalieren und mit jedem geschlossenen Wirtshaus verlieren wir ein Stück bayerischer Identität.